Merksatz
Nenntragweite sagt, wie weit ein Feuer leuchten kann.
Sichtweite sagt, wie weit du es wirklich siehst.
Definition ELWIS SKS Frage 23:
Nenntragweite ist die Tragweite eines Feuers für einen definierten Wert bei einer meteorologischen Sichtweite am Tage von 10 sm.
Hintergrund
Die Nenntragweite, englisch: Range, ist der im Leuchtfeuerverzeichnis angegebene Wert. Die Nenntragweite ist die Tragweite bei festgelegten Normbedingungen der Atmosphäre: Sichtwert von T = 0,74 und bei einer atmosphärischen Sichtweite V = 10 Seemeilen bei Tageslicht, gemessen bei einem Kontrast von 5 %. Die Farbe des Lichts wird dabei ebenfalls einberechnet: Rotfärbung verringert die Tragweite auf etwa 80 %, Grünfärbung auf 90 % gegenüber dem weißen Licht.
Tipps für den Umgang mit Tragweiten
- Verwendung von Seekarten: Seekarten enthalten Angaben zu den Tragweiten von Leuchtfeuern. Diese sollten bei der Navigation berücksichtigt werden.
- Wetterverhältnisse einplanen: Bei schlechter Sicht (z. B. Nebel) kann die tatsächliche Sichtweite deutlich geringer sein als die nominelle Tragweite.
- Höhenanpassung: Auf Segelbooten kann die geografische Tragweite erhöht werden, indem die Position des Beobachters erhöht wird (z. B. durch Beobachtung vom Mast).
Zusammenfassung
Die Tragweite eines Leuchtfeuers ist die maximale Entfernung, die ein Feuer leuchten kann. Die Tragweite verändert sich bei Nebel nicht, die Sichtweite hingegen schon. Die Tragweite hängt von geografischen, meteorologischen und technischen Faktoren ab. Sie ist ein essenzielles Hilfsmittel in der Schifffahrt, um eine sichere Navigation zu gewährleisten. Skipper sollten die Tragweite bei der Planung und Durchführung von Fahrten berücksichtigen, insbesondere bei Nacht oder schlechten Sichtverhältnissen.