Taustropp (von ursprünglich Strupf = „Knoten, Schlinge“, verwandt: Strippe) bezeichnet seemännisch ein kurzes Stück Tauwerk mit Augen oder Haken an meist beiden Enden („Tampen“). Auch Endlosschlingen, bei denen die Enden miteinander verbunden sind, werden als Rundstropp bezeichnet.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Stropp)
Einordnung: Was ist ein Taustropp?
Ein Taustropp ist ein kurzes Stück Tauwerk, das in der Schifffahrt als Verbindungselement dient. Er kann an den Enden mit gespleißten Augen oder Haken versehen sein oder als geschlossene Endlosschlinge ausgeführt werden. Taustroppe werden verwendet, um Bauteile, Ausrüstung oder Ketten sicher zu befestigen, miteinander zu verbinden oder im Bedarfsfall schnell trennbar zu sichern.
Der Begriff „Stropp“ ist dabei bewusst generisch. Ein Stropp kann aus Drahtseil, Gurtband oder synthetischem Hebematerial bestehen. Erst der Zusatz „Taustropp“ stellt klar, dass es sich um klassisches Tauwerk handelt – also um ein flexibles Seil aus Natur- oder Kunstfasern. Im Segelkontext ist diese Differenzierung wichtig, da Tauwerk andere Eigenschaften hinsichtlich Elastizität, Bruchlast und Nottrennbarkeit besitzt als Draht oder Gurtband.
Bedeutung für den SKS-Schein und die Prüfung
Im Fragenkatalog zum Sportküstenschifferschein (SKS) wird der Taustropp konkret abgefragt (Fragebogen 7 bei Frage 30). Prüfungsrelevant ist insbesondere seine Funktion bei der Sicherung der Ankerkette im Ankerkasten.
Wichtig ist zu verstehen, dass der Taustropp eine sicherheitsrelevante Verbindung darstellt, die im Notfall jederzeit mit einem Messer schnell und kontrolliert getrennt werden kann. Genau diese Eigenschaft unterscheidet ihn von fest verschraubten oder verbolzten Verbindungen. Gerät ein Boot beispielsweise bei Starkwind oder Maschinenproblemen in eine gefährliche Situation, kann es notwendig sein, die Ankerkette sofort aufzugeben, um manövrierfähig zu bleiben. Ist die Kette über einen Taustropp gesichert, lässt sich diese Verbindung mit einem Schnitt lösen.
Für die Prüfung genügt es nicht, den Begriff zu kennen – man muss den sicherheitstechnischen Hintergrund verstehen.
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Aufbau und Materialie
Materialien
- Fasertauwerk: Traditionell aus Naturfasern wie Hanf oder modernen synthetischen Fasern wie Polyester gefertigt.
- Drahttauwerk: Besteht aus Stahldrahtseilen für höhere Belastungen.


Ausführungen
- Mit Augen: An beiden Enden befinden sich gespleißte Schlaufen (Augen) zur einfachen Befestigung.
- Mit Haken: Enden sind mit Haken ausgestattet, um schnelles Ein- und Aushängen zu ermöglichen.
- Rundstropp: Eine Endlosschlinge, bei der die Enden miteinander verbunden sind.
Verwendung von Taustropps
Sicherung der Ankerkette
Die wohl wichtigste Anwendung im SKS-Kontext ist die Befestigung der Ankerkette im Ankerkasten. Die Kette wird nicht direkt fest am Schiff angeschlagen, sondern über einen Taustropp gesichert. Dieser fungiert als „Sollbruchstelle“, die bei Gefahr schnell gekappt werden kann.
Anschlagen von Segeln
Taustroppe dienen zum Anschlagen von Segeln an Beschlägen oder Teilen der Takelage. Sie verbinden beispielsweise ein Segel mit einem Block oder einem Anschlagpunkt am Mast.
Ladungssicherung
Stücke von Ausrüstung oder Proviant können mit einem Taustropp gesichert werden, um Verrutschen bei Seegang zu verhindern.
Hebemittel
Bei Kranarbeiten wird ein Stropp um eine Last gelegt, um diese sicher anzuheben. Hier kommen meist besonders belastbare Varianten zum Einsatz.
Herstellung und Pflege
Herstellung
Augen werden durch Spleißen gefertigt – eine Technik, bei der die einzelnen Litzen des Tauwerks ineinander verflochten werden. Beim Drahttauwerk werden die Enden meist industriell gepresst.
Pflege
Taustroppe sollten regelmäßig auf Abrieb, aufgefaserte Stellen oder Verhärtungen kontrolliert werden. Salzablagerungen können durch Süßwasserspülung entfernt werden. Beschädigte Stroppe sind konsequent auszutauschen.
Sicherheitshinweise
Jeder Stropp besitzt eine definierte maximale Bruchlast. Diese darf nicht überschritten werden. Zudem muss darauf geachtet werden, dass keine scharfen Kanten das Tauwerk beschädigen. Besonders bei sicherheitsrelevanten Anwendungen – wie der Ankerketten-Sicherung – ist eine korrekte Dimensionierung entscheidend.
Zusammenfassung
Ein Taustropp ist ein kurzes Stück Tauwerk, das als flexibles und im Notfall trennbares Verbindungselement an Bord dient. Seine besondere Bedeutung im SKS-Kontext liegt in der Sicherung der Ankerkette, da er im Ernstfall mit einem Messer gekappt werden kann. Neben dieser sicherheitsrelevanten Funktion kommt er in zahlreichen weiteren Bereichen der Seemannschaft zum Einsatz – von der Segelbefestigung über die Ladungssicherung bis hin zu Hebearbeiten. Wer den Taustropp nicht nur definieren, sondern funktional verstehen kann, ist für die SKS-Prüfung und die Praxis an Bord gut vorbereitet.