SKS Schein Glossar
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Kartentiefe

Definition Kartentiefe

Die Kartentiefe ist die Wassertiefe, die in einer Seekarte angegeben wird. Sie beschreibt die Tiefe des Gewässers bezogen auf einen bestimmten Bezugspegel, der je nach Region und Gewässer unterschiedlich festgelegt ist. Die Kartentiefe dient als Grundlage für die sichere Navigation und ermöglicht Skippern, die Wassertiefe in ihrem Fahrgebiet korrekt einzuschätzen.

Bezugspegel für Kartentiefen

Nordsee

In der Nordsee wird die Kartentiefe auf das tiefstes Gezeitenniveau (Lowest Astronomical Tide (LAT) bezogen

  • Definition LAT: Dies ist der niedrigste Wasserstand, der bei Niedrigwasser während der Springtiden erreicht wird.
  • Bedeutung: Die Kartentiefe zeigt an, welche Wassertiefe unter den ungünstigsten Bedingungen (niedrigste Ebbe) vorhanden ist.

Ostsee

In der Ostsee wird die Kartentiefe auf den mittleren Wasserstand (MW) bezogen.

  • Definition MW: Dies ist der langfristig gemittelte Wasserstand ohne Berücksichtigung von Gezeiten oder kurzfristigen Wettereinflüssen.
  • Bedeutung: Da die Ostsee kaum Gezeiten hat, basiert die Kartentiefe auf einem durchschnittlichen, stabilen Pegel.

Unterschiede in der Bezugshöhe

  • Nordsee: Der Bezugspegel berücksichtigt die Gezeiten und stellt die geringstmögliche Wassertiefe dar.
  • Ostsee: Der Bezugspegel basiert auf einem stabilen Mittelwert, da Gezeiten kaum eine Rolle spielen.

Anwendung der Kartentiefe

Navigation

  • Gezeiten berücksichtigen: In der Nordsee müssen Skipper die aktuellen Wasserstände zu den Kartentiefen addieren oder subtrahieren, um die tatsächliche Wassertiefe zu berechnen.
  • Ostsee: In der Ostsee entfällt diese Berechnung in der Regel, da die Wasserstände relativ konstant sind.

Sicherheit

  • Vermeidung von Grundberührung: Die Kartentiefe hilft, Untiefen frühzeitig zu erkennen und sicher zu umfahren.
  • Tiefgang des Bootes: Skipper sollten sicherstellen, dass die tatsächliche Wassertiefe ausreichend größer als der Tiefgang ihres Bootes ist.

Tipps zur Nutzung von Kartentiefen

  • Gezeitenkalender verwenden: Für die Nordsee ist es wichtig, aktuelle Gezeiten- und Wasserstandsinformationen zu konsultieren.
  • Seekarten studieren: Die Symbole und Zahlen auf Seekarten genau lesen, um die Wassertiefen korrekt zu interpretieren.
  • Echolot einsetzen: In flachen Gewässern kann ein Echolot zusätzliche Sicherheit bieten.

Zusammenfassung

Die Kartentiefe ist eine essentielle Information für die Navigation und wird auf unterschiedliche Bezugspegel festgelegt: In der Nordsee auf das tiefstes Gezeitenniveau (Lowest Astronomical Tide (LAT) und in der Ostsee auf den mittleren Wasserstand (MW). Skipper müssen diese Unterschiede berücksichtigen, um die tatsächliche Wassertiefe korrekt zu berechnen und sicher zu navigieren.

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