Der Achtknoten ist ein einfacher, schnell zu bindender Knoten, der häufig in der Seefahrt und im Segelsport verwendet wird. Er dient in erster Linie dazu, ein unbeabsichtigtes Durchrutschen des Seilendes durch Ösen, Blöcke oder andere Durchführungen zu verhindern. Durch seine charakteristische Form – ähnlich einer „8“ – ist er leicht zu erkennen und auch bei Zug einfach zu lösen.
Verwendung in der Praxis:
- Stopperknoten: Wird häufig am Ende einer Leine gesetzt, um das Durchrutschen zu vermeiden, zum Beispiel bei Schoten, Fallen oder Reffleinen.
- Sicherheit: Verhindert das komplette Durchlaufen einer Leine durch einen Block, was insbesondere bei Manövern auf See ein Sicherheitsgewinn ist.
- Lernelement: Der Achtknoten ist einer der ersten Knoten, die in der Segelausbildung gelehrt werden, zum Beispiel beim Sportküstenschifferschein (SKS) oder dem Sportbootführerschein See.
Merkmale:
- Einfach und schnell zu knoten
- Lässt sich auch nach Belastung leicht wieder lösen
- Stört kaum im Leinenverlauf
- Vergrößert das Seilende minimal, aber effektiv
So wird der Achtknoten gebunden:
- Eine Bucht am Seilende legen (eine kleine Schlaufe).
- Das lose Ende einmal um die stehende Part herumführen.
- Das Ende durch die Schlaufe stecken – fertig!
Alternativ lässt sich der Knoten auch durch das Legen einer „8“ und das Durchstecken des Endes durch die untere Schlaufe bilden.
Hinweis:
Der Achtknoten ist nicht für dauerhafte Verbindungen gedacht – er dient ausschließlich als Stopperknoten. Wer zwei Leinen dauerhaft verbinden möchte, greift zu anderen Knoten wie dem Kreuzknoten oder doppeltem Schotstek.