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SKS Frage:  Was müssen Sie bedenken, wenn ein großes Schiff auf Ihr Sportboot zukommt?

Die Musterantwort

  1. Andere Manövrierfähigkeit (größere Drehkreise, längere Stoppstrecken),
  2. u. U. eingeschränkte Sicht des anderen Fahrzeugs, insbesondere nach voraus,
  3. Möglichkeit des Übersehenwerdens, weil man sich im Radarschatten befindet,
  4. Beeinträchtigung durch Bugwellen des großen Schiffes,
  5. mögliche Beeinträchtigung der Manövrierfähigkeit des eigenen Bootes durch Windabdeckung.

Auszug aus dem offiziellen Fragenkatalog von elwis.de

SKS-Buddy's Kurzantwort

  1. Andere Manövrierfähigkeit;
  2. Eingeschränkte Sicht des anderen Fahrzeugs;
  3. Möglichkeit des Übersehenwerdens;
  4. Beeinträchtigung durch Bugwellen;
  5. Beeinträchtigung der Manövrierfähigkeit des eigenen Bootes durch Windabdeckung;

Verständlich erklärt

Große Fahrzeuge können wegen ihrer Masse, ihres Tiefgangs und ihrer Antriebsart deutlich schlechter und langsamer manövrieren als Sportboote. Ihr Drehkreis ist größer, Kursänderungen wirken oft verzögert und der Anhalteweg kann sehr lang sein. Deshalb sollte ein Sportboot frühzeitig klar ausweichen und sich nicht darauf verlassen, dass das große Schiff rechtzeitig reagieren kann.

Besonders kritisch ist der Bereich unmittelbar voraus: Vom Steuerhaus aus können Bug, Ladung oder Aufbauten die Sicht auf kleine Fahrzeuge verdecken. Auch auf dem Radar kann ein Sportboot zeitweise schlecht oder gar nicht erfasst werden, etwa im Radarschatten nah am großen Schiff. Nicht sichtbar zu sein bedeutet nicht, dass man Vorfahrt oder Wegerecht gefahrlos durchsetzen kann. Ausreichender Abstand und ein gut erkennbarer, eindeutiger Kurs sind entscheidend.

Beim Passieren entstehen häufig kräftige Bug- und Heckwellen. Diese können ein Sportboot stark rollen, gieren oder Wasser übernehmen lassen. Wellen möglichst mit angemessener Fahrt und in geeignetem Winkel passieren sowie lose Gegenstände sichern. Zusätzlich kann das große Schiff Wind abschatten; dadurch verliert ein Segelboot Antrieb und Steuerwirkung. Auch Sog- und Strömungseffekte in Schiffsnähe können die Bootsführung beeinträchtigen. Daher nie dicht vor dem Bug kreuzen, Abstand halten und die Entwicklung der Begegnung laufend beobachten.

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