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SKS Frage:  Nennen Sie die grundsätzlichen Schritte und ihre Ziele zur Rettung einer über Bord gegangenen Person.

Die Musterantwort

Maschine starten, Suche, Herstellung eines Sichtkontaktes zur über Bord gegangenen Person, „Mensch-über-Bord-Manöver“, Annäherung an die im Wasser treibende Person und Herstellung einer ersten Leinenverbindung, Bergung, sicheres und schnelles Anbordnehmen der Person, Erste Hilfe, Betreuung ggf. Notmeldung abgeben.

Auszug aus dem offiziellen Fragenkatalog von elwis.de

SKS-Buddy's Kurzantwort

  1. Ruf „Mensch über Bord“ -> Absolute Aufmerksamkeit/ Handlungsbereitschaft der Crew herstellen
  2. Maschine starten -> Handlungsmöglichkeit herstellen
  3. Suche -> Herstellung eines Sichtkontaktes zur über Bord gegangenen Person,
  4. MOB-Taste drücken / Position markieren -> Bezugspunkt der Person sichern
  5. „Mensch-über-Bord-Manöver“ -> Annäherung an die im Wasser treibende Person und Herstellung einer ersten Leinenverbindung,
  6. Bergung -> sicheres und schnelles Anbordnehmen der Person,
  7. Erste Hilfe -> medizinische und psychologische Betreuung,

Verständlich erklärt

Nach dem Auslösen des Alarms und der sofortigen Sicherung der eigenen Crew hat das Starten der Maschine das Ziel, das Boot auch unabhängig von Wind und Segelstellung manövrierfähig zu machen. Dabei müssen Personen im Wasser unbedingt vom Propellerbereich ferngehalten und bei der Annäherung rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

Die lückenlose Beobachtung der Person ist entscheidend: Eine Person bleibt als Ausguck eingeteilt, zeigt fortlaufend auf die Person und verliert den Sichtkontakt nicht. Hilfreich sind zudem unverzüglich geworfene Rettungsmittel, etwa Rettungsring, Wurfleine oder Markierungsboje. Sie dienen als Auftriebshilfe, verbessern die Auffindbarkeit und markieren die Drift.

Das gewählte Mensch-über-Bord-Manöver soll das Schiff kontrolliert wieder zur Person führen. Ziel ist eine Annäherung mit geringer Fahrt, möglichst gegen Wind und Strom sowie so, dass die Person nicht unter das Boot oder in den Propellerbereich geraten kann. Eine erste Leinenverbindung, beispielsweise über Wurfleine oder Bergeschlaufe, sichert die Person, bevor die eigentliche Bergung beginnt.

Die Bergung muss schnell, aber ohne zusätzliche Gefährdung erfolgen. Eine geschwächte oder unterkühlte Person darf nicht allein durch eigene Kraft an Bord gelangen müssen; geeignete Bergemittel und die Unterstützung der Crew sind einzusetzen. Nach dem Anbordnehmen folgen Schutz vor Auskühlung, Beurteilung von Bewusstsein und Atmung, erforderliche Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie fortlaufende Betreuung.

Eine Notmeldung ist abzusetzen, wenn die Lage es erfordert, insbesondere wenn die Person nicht sofort gefunden oder geborgen werden kann, verletzt ist oder weitere Gefahr besteht. Die Meldung ermöglicht die frühzeitige Alarmierung und Koordinierung professioneller Hilfe.

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