Segel-Lexikon: nautische Fachbegriffe von A bis Z

Das Nachschlagewerk für alle Bootsführerscheine – SBF Binnen, SBF See, SKS, SSS und SHS. Über 400 Begriffe verständlich erklärt.

Reffen

Reffen bezeichnet das verkleinern der Segelfläche, um das Boot bei starkem Wind besser kontrollieren zu können. Dies wird erreicht, indem ein Teil des Segels eingerollt oder am Baum festgebunden wird. Der Vorgang reduziert den Druck auf das Segel und verhindert, dass das Boot übermäßig krängt (sich zur Seite neigt). Es gibt verschiedene Reffsysteme, je nach Bootstyp, wie das Einrollen der Segel oder das Binden von Reffbändseln. Reffen ist eine wichtige Technik, um die Sicherheit und Kontrolle des Bootes bei wechselnden Windbedingungen zu gewährleisten.

  1. Bindereff: Segel werden manuell mit Reffbändseln am Baum befestigt.
  2. Einleinenreff: Eine Leine zieht das Segel gleichzeitig am Vor- und Achterliek herunter.
  3. Rollreff: Das Segel wird entweder im Baum oder im Mast eingerollt (Rollmast oder Rollbaum).
  4. Rollfock: Die Vorsegel (Fock oder Genua) werden um das Vorstag eingerollt.

Jedes System hat Vor- und Nachteile, abhängig von der Bootsgröße und der Besatzung.

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